Oberndorf. (bb) Die gelbe Maschine vom Typ „Wilga PLZ 104” steht bereit. Schnell kommt der über 13 PS starke 140´er Boxer-Motor auf Touren und es geht los. Nach nur wenigen Metern verlässt die Propellermaschine den Boden. Im Schlepptau zieht sie einen Segler dem Himmel entgegen.
In einigen hundert Metern Höhe trennen sie ihre Verbindung und während die „Wilga” danach zum Landeanflug ansetzt, zieht der Segler weiter seine Runden. „Bei guter Thermik, können wir bis zu drei oder vier Stunden oben bleiben”, erklärt Modellpilot Martin Neutzler.
Zum elften Mal lud der Modell-Flug-Club Wittgenstein am Wochenende zum Piper- und Seglerschlepptreffen auf das vereinseigenen Modelfluggelände auf dem „Dille” ein. Über 40 Modellflugpiloten aus dem Kreisgebiet, weiten Teilen Deutschlands und den Niederlanden sind ins Wittgensteiner Land gekommen. Alle haben große Segelflieger im Gepäck. „Die größten Spannweiten liegen hier bei etwa sieben Metern”, sagt Neutzler und bringt den Laien zum Staunen. Seit vielen Jahren ist auch er Modellpilot, heute sogar Vorsitzender des Vereins. Als Jugendlicher hatte er den besonderen Sport, nach dem Besuch eines solchen Treffens, zu seinem Hobby gemacht.
„Das sind längst keine Spielzeuge mehr”, unterstreicht Neutzler. Bis zu 25 Kilogramm bringen die schwersten Flieger auf die Waage. Die Modelle orientieren sich meist an Originalen. Mit Heinz Wiedfeld ist sogar ein Deutscher Meister im Modellflug unter den Aktiven.
Auch Erich Dreisbach ist Modellflieger. Den MFC Wittgenstein hat der Birkelbacher Anfang der 1970´er Jahre mitbegründet. Den passionierten Piloten fasziniert die Entwicklung: Die Modelle würden stetig größer und immer stehe man vor neuen Herausforderungen. „Man lernt einfach nie aus”. Am Sonntag steht er als Flugleiter neben der Landebahn und überwacht den fliegenden Verkehr. Fünf bis sechs Flugzeuge können gleichzeitig in die Luft. Doch trotz aller Vorsicht: Unfälle hat es schon gegeben. Martin Neutzler bemerkt: „Jedem hier ist schon mal einer auf die Erde gefallen”. Irgendwie gehört das dazu. Bis 19 Uhr wird geflogen, danach ist für die knatternden Motorflugzeuge Schluss. „Wir halten uns selbstverständlich an die Ruhezeiten”, betont Neutzler. Via: www.derwesten.de
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Piloten kommen aus ganz Deutschland
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